03.07.2019, Blog

Gut gerüstet in die berufliche Zukunft

Rorschacherberg - Die stolze Zahl von 140 frischgebackenen Kauffrauen und Kaufmänner feierten am Dienstagabend in der Mehrzweckhalle Rorschacher- berg ihren Lehrabschluss oder die Berufsmaturität.

Rektor Rolf Grunauer und der stellvertretende Rektor Philipp Müller vom Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal machten bei ihren Begrüssungsreden ihren Schülern ein Riesenkompliment: «Der Notenschnitt in diesem Jahr ist ganz einfach grossartig!» Ein wahres Wort, wie sich dann erwies. Denn nicht nur, dass die Auszubildenden des B- sowie des E-Profils mit einem Schnitt von je 4,7 abschlossen, konnten die Berufsmaturanten einen Durchschnitt von 5,0 vorweisen.
 

Mit Leistungsbereitschaft und Willen qualifiziert
Anhand der Fabel von den beiden Fröschen, die in eine  Milchtonne gefallen sind, nicht mehr aus derselben herauskommen und von denen einer überlebt, weil er nicht aufgibt und die ganze Nacht die Milch zu Butter strampelt, demonstrierte Rolf Grunauer, dass man nie aufgeben, sondern seine Chancen nutzen soll. «Die Zukunft gehört den lernwilligen Optimisten!» Dank der  Leistungsbereitschaft und ihres Willens haben sich die jungen Kaufleute erfolgreich beruflich qualifiziert und das eidgenössische Fähigkeitszeugnis, den eidgenössischen Berufsmaturitätsausweis oder das eidgenössische Berufsattest erhalten. Und dies durchwegs mit erfreulichen Noten.
Zahlreiche Absolventen wurden nach Übergabe der Zeugnisse nochmals auf die Bühne geholt und für  Notendurchschnitte von 5,3 bis 5,5 gesondert ausgezeichnet. Die besten Noten überhaupt erzielte Dominic  Zigerlig aus Oberriet, der einen exzeptionellen Schnitt von sagenhaften 5,7 erzielte.


Ausbildung anders vorgestellt
«Zu Anfang haben wir uns die Ausbildung als Lernende schon anders vorgestellt», erzählten Chiara Fierro und Talea Züst, denen die Ehre zugekommen war, die Abschlussworte der Schüler zu halten. Sie machten dies in Form eines lockeren Zwiegesprächs auf der Bühne, bei dem hervorkam «, dass man in dieser Zeit auf viele Hobbys verzichten muss, da man enorm in Anspruch genommen wird.»
Kantonsrätin Isabel Schorer, Leiterin des Standorts St. Gallen bei der Kommunikationsagentur Farner, nutzte  als Festrednerin die Gelegenheit, auf die Notwendigkeit der fortlaufenden Weiterbildung hinzuweisen: «Wer  an Neuem interessiert ist, sich weiterbildet, sich etwas Neues zutraut, kann auch in einem neuen Berufsbild wieder Fuss fassen. Genau diese Bereitschaft, diese Neugier auf noch nicht Bekanntes, dieses «sich etwas  Zutrauen» sind in Zukunft noch deutlich wichtiger als bisher. Fordern Sie sich ständig heraus!» Anschliessend an die eigentliche Abschlussfeier, die von Rae Amber & Jonas Hütter musikalisch perfekt begleitet wurde, gab es für die insgesamt etwa 700 Teilnehmer der Feierlichkeit noch ein Apéro. Zeit und Gelegenheit, das Erlebte Revue passieren zu lassen, Verabredungen für die Ferienzeit zu treffen, und vielleicht schon Pläne für die  berufliche Zukunft zu schmieden.

Der Rheintaler, Gerhard Huber